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Protest gegen Nokia
Berlin:
Erfolgreicher Protest gegen Nokia „Night of the Proms“
Rund 100 Demonstranten haben am Sonntag in Berlin vor der O2 World gegen den Veranstalter der „Night of the Proms“, dem Mobilfunkunternehmen Nokia protestiert.
Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen rund um die Berliner O2-World führten zu langen Schlangen an den Eingängen. Die Besucher mussten sich intensiv durchsuchen lassen.
Nokia wollte im Hallenbereich Proteste unterbinden. Die Protestler vor der Halle erhielten Hausverbot auf dem Gelände der O2-World. Seit 16 Uhr sperrten Gitter den unmittelbaren Eingangsbereich des Veranstaltungsortes ab. Das Sicherheitspersonal wurde verdoppelt. Der separate VIP-Eingang wurde extra durch Hundeführer gesichert. Wie immer in Berlin, wenn Iraner und Deutsche demonstrieren, blieb es friedlich. Auch dieses Mal zeigten Berlins Polizisten deutlich ihre Solidarität mit den Protestlern.
Einige Berliner Rundfunksender hatten extra ihre Verkehrsfunknachrichten geändert, um auf die Demonstration gegen Nokia hinzuweisen.
Der Protest richtete sich gegen das Unternehmen, weil dieses zusammen mit Siemens dem iranischen Regime umfangreiche Spionagesoft-/Hardware geliefert hat. Damit ist eine komplette Überwachung des Email-, Telefon-, wie auch Handyverkehrs möglich.
Zahlreiche Iraner sind durch diese Technik dann Opfer des Regime geworden. Sie wurden verhaftet, gefoltert, manche sogar ermordet.
Die Berliner Demonstranten haben die Hoffnung, das auch in den anderen deutschen Veranstaltungsorten gegen Nokia demonstriert wird.