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Berlin Iranische Botschafter

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Königin-Luise-Stiftung und der iranische Botschafter
 
Es sollte eine internationale Tagung der UNESCO werden - die deutsch-iranische Lehrerkonferenz
- in der Königin-Luise-Stiftung in Berlin. Als UNESCO-Schule unterhält die Schule seit Jahren einen
Schüleraustausch mit dem Iran. Eine lobenswerte Angelegenheit.

Doch bei dieser Tagung ist es nun zum Eklat gekommen. Der iranische Botschafter sollte zur
Tagungseröffnung eine 20-minütige Rede halten, neben den Vertretern der UNESCO, des Auswärtigen
Amtes und des Senator für Bildung in Berlin. Zahlreiche Organisationen waren zusätzlich zur
Eröffnungsveranstaltung am Montag, 16. November eingeladen.

Doch nachdem bekannt wurde, das ausgerechnet der iranische Botschafter Alireza Sheikh Attar eine
Rede halten sollte, brach ein Sturm der Entrüstung auf die Veranstalter ein. Neben StoptheBomb und
UNITED4IRAN Berlin haben hunderte Deutscher/Iraner an die Stiftung geschrieben, gefaxt und gemailt.
Sie alle forderten die Ausladung diese Mannes, der für das Mörder-Regime im Iran steht. Ein Handlanger
des Todes. Massiv hat dabei unsere Kampagne "Kein Auftritt von Alireza Sheikh Attar in Berlin -
Protestkundgebung" geholfen. Für den Veranstaltungstag waren zwei Kundgebungen angemeldet,
die eine von StoptheBomb, die andere von UNITED4IRAN Berlin.

Selbst die evangelische Bischöfin Käßmann wurde durch Protestanrufe, Mails und Faxe überhäuft,
denn die evangelische Kirche steht hinter der Stiftung.

Das Ergebnis: Die Stiftung führte die Veranstaltung an einem geheimen Ort durch. Informierte StoptheBomb
und UNITED4IRAN Berlin über die Verlegung. Weiter wollte man mit den Protestorganisationen nicht sprechen.
Kontakte wurden abgelehnt.
Selbst Journalisten erhielten keinerlei Auskunft. Eine Anfrage durch UNITED4IRAN Berlin nach dem
Informationsfreiheitsgesetz (IFG) wurde nicht beantwortet,obwohl man hierzu gesetzlich verpflichtet ist.
Rechtsbruch nennen wir das.

Aber das skandalöse Verhalten der Stiftungsgeschäftsführung sollte noch getoppt werden, denn am letzten
Donnerstag, 12.November, entschloss sich die Schule, für den Veranstaltungstag für die 1.-4.Klassen einen
Wandertag anzusetzen, obwohl der ursprünglich für den 13. November vorgesehen war. Alle anderen Klassen,
ab 5.Klasse erhielten Schulfrei.
Somit durften also über 600 Kinder nicht in die Schule. In einem Elternbrief - siehe hierzu auf www.iran-aktuell.de 
informierte die Schulleitung die Eltern. Begründete die ganze Aktion mit einer möglichen "Gefährdung" durch die Demonstranten.

Dieses ist eine ungeheuerliche Entgleisung. Friedliche, demokratische Proteste als Gefährdung für Schüler zu
bezeichnen. Man könnte glauben, wir leben im Iran und die Schulleitung würde auf der Gehaltsliste des Mörder-Regimes
stehen. Doch wir leben in Deutschland! Was denkt sich eine Schulleitung dabei? Und das auch noch auf einer privaten
Eliteschule - mitten in der Bundeshauptstadt.

UNITED4IRAN wird in den nächsten Tagen die Eltern, Lehrer und Schüler über die wahren Hintergründe
dieser Protestaktionen informieren.

Zahlreiche Medien haben mittlerweile über die Aktion berichtet, wie u.a. Deutsche Welle, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost.


 
 

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